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Die neue SBB Reiseplaner-App kurz angeschaut

Die Schweizerische Bundesbahnen (SBB) hat wieder einmal eine neue App im Google Play Store und Apple AppStore veröffentlicht. Die App nennt sich SBB Reiseplaner. Sie soll das Reisen in der Schweiz mit verschiedenen Verkehrsmittel vergleichbar und einfach machen. Die App ist als Preview-Version veröffentlicht worden, damit kennzeichnet die SBB Apps die sich noch in Entwicklung befinden. Ideen und Verbesserungsvorschläge nimmt die SBB gerne unter sbb.ch/reiseplaner entgegen.

Was ist die SBB Reiseplaner App?
Hier zitiere ich gerne den Beschrieb aus dem Google Play Store: „Vergleichen Sie unterschiedliche Reisevarianten ganz nach Ihren persönlichen Bedürfnissen: Wie kommen Sie am schnellsten an Ihre Zieladresse? Wie reisen Sie am günstigsten? Welches ist der komfortabelste Weg? Sind Sie am schnellsten, wenn Sie mit Ihrem Auto zum Bahnhof fahren und dann in den Zug umsteigen? Fahren Sie schneller ans andere Ende der Stadt mit Tram oder Velo von PubliBike? Reisen Sie günstiger, wenn Sie die ganze Strecke mit dem Mobility-Auto fahren oder wenn Sie die längere Strecke mit dem ÖV zurücklegen und nur die letzte Meile mit einem Auto von Mobility? Der Reiseplaner vergleicht und kombiniert verschiedene Mobilitätsarten und findet für Sie den besten Weg von Tür zu Tür.“

Zusammengefasst: Wer eine Reise innerhalb der Schweiz plant, kann mit der App die günstigsten und schnellsten Mobilitätsarten suchen – dabei berücksichtigt die App nicht nur den ÖV, sondern auch private Autos + Fahrräder, CarSharing (Mobility), Publibikes (Bikesharing), P+Rail und Fusswege. Weitere Mobilitätsarten sollen dazu kommen.

Wie gut funktioniert die Preview?
Die App läuft auf dem Huawei Mate 9 mit Android 7.0 Nougat ohne Probleme und ist sehr übersichtlich aufgebaut. Abstürze konnte ich bisher keine verzeichnen. Wird die App erstmals gestartet, wird automatisch ein kleiner Rundgang angezeigt. Damit werdet ihr gleich mit den verschiedenen Funktionen vertraut gemacht. Wer keinen Lust auf den Rundgang hat, kann diesen natürlich überspringen.

Wenn wir schon beim Rundgang sind: Dort steht unter anderem, dass man einfach die optimale Route von Tür zu Tür ausfindig machen kann. Das scheint aber nicht mit einer privaten Adresse zu funktionieren. Meine Privatadresse kann ich zumindest nicht als Ausgangsort nehmen, es zeigt mir nur ein paar Adressen in der Umgebung an. Nun gut, unter Tür zu Tür verstehe ich etwas anderes.

Also, geben wir halt als Alternative einfach den nächsten Bahnhof an. Damit klappt die Suche einwandfrei. Die App zeigt mit wenigen Klicks und sehr übersichtlich die verschiedenen Reisemöglichkeiten an. Dazu erhält man auch gleich eine Zeitangabe und einen Preis. Der Preis wird sogar beim privaten Auto angezeigt, hierfür verwendet die App einen fix hinterlegte Berechnungsgrundlage. Pro Kilometer kalkuliert die App 73 Rappen bei einer Autofahrt ein. Etwas heikel in meinen Augen, da nicht jedes Fahrzeug genau gleich teuer im Unterhalt ist und der Verbrauch variiert. ist. Tickets, PubliBikes und die Carsharing-Fahrzeuge können direkt in der App gebucht bzw. bezahlt werden. Hierfür wird man dann auf die entsprechende Anmeldeseite innerhalb der App oder in die jeweiligen Apps (SBB und P+Rail) 617 weitergeleitet.

Was bei der Strecke offensichtlich nicht einkalkuliert wird, ist der Verkehr auf den Strassen. Die App geht davon aus, dass wir ohne Staus ans Ziel gelangen, obwohl je nach dem ein Stau auf der vorhergesehenen Strecke vorliegt. Zudem wäre es sinnvoll, wenn sich das Angebot nicht nur auf die Schweiz beschränken würde. Vor allem ein Preisvergleich für das umliegende Ausland dürfte für den einen oder anderen durchaus interessant sein.

Die SBB Reiseplaner App macht einen durchwegs guten Eindruck. Man darf nicht vergessen, dass sich die App noch in der Preview-Phase befindet. Ich bin gespannt, wohin sich die App entwickelt wird. Das Potenzial ist auf jeden Fall da!

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Bruno Rivas

Ist schon seit dem T-Mobile G1 (Import) mit Android unterwegs und nach wie vor begeistert davon! Du findest mich auch auf Facebook und Twitter

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