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Amazon Echo Spot im Test – Eine runde Sache?

Bereits im September 2017 hat Amazon den neuen smarten Assistenten Echo Spot präsentiert, der aber zu Beginn nur in den USA vetrieben wurde. Erst Ende Januar 2018 nahm der Versandriese den Echo Spot in Deutschland ins Sortiment auf. Offiziell liefert Amazon den Echo Spot leider nicht in die Schweiz, was dank digitrends.ch kein Problem darstellt.

Bei digitrends.ch können alle Echo-Produkte einfach und zu vernünftigen Preisen bestellt werden. Den Echo Spot gibt es beispielsweise aktuell zum Preis von 169 Franken inkl. Versandgebühren.

Herzlichen Dank an digitrends.ch für das zur Verfügung gestellte Test-Exemplar.

Lieferumfang
Der Amazon Echo Spot wird in einer ansprechenden Verpackung geliefert, auf der die Features des Echo Spot schon mal schön hervorgehoben werden. In der Verpackung ist neben dem smarten Assistenten, das passende Netzteil samt festverbautem Kabel und Kurzanleitungen enthalten. Liest sich nach wenig, mehr braucht es für den Einsatz aber nicht.

Das Netzteil bzw. Kabel des Amazon Echo der ersten Generation kann interessanterweise nicht mit dem Echo Spot verwendet werden.

Erster Eindruck, Design und Verarbeitung
Der Echo Spot ist ein kleines Schmuckstück, das überall eine gute Figur abgibt. Aktuell habe ich den smarten Assistenten im Wohnzimmer platziert, wo er sich nahtlos einfügt. Sogar meine Frau hat den smarten Assistenten akzeptiert, obwohl sie bei solchen, aus ihrer Sicht Spielereien, schon eher kritisch eingestellt ist. Ich würde den smarten Assistenten auch sofort im Schlafzimmer als Radiowecker einsetzen, damit würde ich aber meine Frau definitiv erzürnen. Belassen wir ihn lieber im Wohnzimmer, wo er auch von meiner besseren Hälfte akzeptiert wird. 😉

Der Echo Spot kann in den Farben Schwarz oder Weiss gekauft werden. Digitrends hat mir die weisse Variante bereitgestellt, die mir persönlich besser gefällt. Im Gegensatz zum Echo Show, besitzt der Echo Spot «nur» über ein 2,5 Zoll grosses rundes Touchscreen-Display mit einer Auflösung von 480 x 480 Pixeln. Das Display erfüllt seinen Zweck, setzt aber keine neuen Massstäbe bei der Darstellung. Rund um das Display ist ein ca. 1 cm breiter Rahmen vorhanden, der gerne etwas kleiner ausfallen dürfte. Gleich oberhalb des Displays ist eine Kamera mit 5 Megapixeln sowie ein gut versteckter Helligkeitssensor verbaut.

Auf der Oberseite sind die drei Tasten Lauter, «Mute» und Leiser angebracht. Blind sind diese Tasten nur schwer zu bedienen, da sie schwer zu erfühlen sind. Die «Mute»-Taste bezieht sich übrigens nicht auf die Stummschaltung des Lautsprechers, sondern um die Mikrofone und die Webcam zu deaktivieren. Gleich in der Nähe der drei Tasten sind die vier Fernfeld-Mikrofone zu finden. Auf der Rückseite ist einerseits der Anschluss für das Netzteil zu finden und andererseits den Klinkenanschluss zum Verbinden eines externen Lautsprechers.

Amazon hat den Echo Spot in ein Gehäuse aus Plastik gesteckt, was sich jetzt nicht wahnsinnig hochwertig anfühlt, aber auch nicht wirklich billig. Insgesamt kann die Verarbeitung als hoch eingestuft werden. Auf die Waage bringt der digitale Assistent ein Gewicht von 460 Gramm, was man ihm auf den ersten Blick nicht geben würde.

Einrichtung
Den Echo Spot an das mitgelieferte Netzteil anschliessen und schon kann es mit der Einrichtung los gehen. Weshalb Amazon hier auf einen eigenen Standard setzt, ist mir allerdings schleierhaft. In der heutigen Zeit erwarte ich ein USB Typ C-Anschluss. Amazon kocht dafür leider in eigenes Süppchen, schade.

Ich habe bereits ein Amazon Echo der ersten Generation bei mir im Einsatz, den ich relativ schnell über die Amazon Alexa-App einrichten konnte. Natürlich wollte ich den Echo Spot ebenfalls direkt über die Alexa-App installieren, was allerdings nicht möglich ist. Aktuell kann die Einrichtung nur direkt über das Touchscreen-Display des Echo Spots durchgeführt werden. Heisst, Netzwerkschlüssel und die Angaben für das Amazon-Konto müssen über das relativ kleine Display eingegeben werden. Alles zwar machbar, aber doch etwas umständlich. Gerüchten zufolge soll die Einrichtung des Echo Spot aber zu einem späteren Zeitpunkt in die Alexa-App integriert werden.


Soundqualität ist okay
Ehrlich gesagt habe ich von der Soundqualität nicht allzu viel erwartet. Die Echo-Produkte stehen jetzt nicht wirklich für tollen Sound. Dafür leistet der Echo Spot, auch aufgrund der kompakten Abmessungen, durchaus ein gutes Klangerlebnis ab. Wer jetzt auf basslastige Musik steht, wird vom Echo Spot hinigegen enttäuscht. Der Bass kommt nicht wirklich zur Geltung. Natürlich darf man die Soundqualität nicht mit einem Sonos Play:1 oder ähnlichen Lautsprechern vergleichen. Aber ich würde jetzt behaupten, dass die Qualität sogar etwas besser ausfällt als beim Google Home Mini.

Wer eine bessere Soundqualität realisieren möchte, kann über den Klinkenanschluss oder Bluetooth ganz einfach einen anderen Lautsprecher verbinden. Dadurch hat der Echo Spot im Vergleich zum Google Home Mini zwei nicht zu verachtende Vorteile. Beim kleinen Lautsprecher von Google kann man leider nicht so einfach einen exteren Lautsprecher anbinden.

Das kann der Amazon Echo Spot
Im Mittelpunkt steht natürlich Alexa, die wahlweise mit den Aktivierungswörtern «Hey Alexa», «Hey Amazon», «Hey Echo» oder «Hey Computer» aktiviert wird. Es ist nicht auszuschliessen, dass künftig bei Amazon auch eigene Aktivierungswörter verwendet werden können. Hört uns Alexa einmal zu, kann man ihr zahlreiche Fragen stellen und natürlich auch Befehle erteilen. Die Fernfeld-Mikrofone funktionieren einwandfrei und reagieren blitzschnell auf das gewählte Aktivierungswort.

Wie wird das Wetter morgen? Das könnte eine Frage sein, die uns Alexa beim Echo Spot über den Lautsprecher sowie auch auf dem runden Display beantwortet bzw. anzeigt. Wer ein kompatibles Lichtsystem wie beispielsweise Philips Hue im Einsatz hat, kann über Alexa auch ganz einfach die Lampen ein- und ausschalten lassen oder gleich die Farbe der Lampen ändern. Das alles klappt ohne spürbare Verzögerungen. «Basics» wie ein Wecker oder Timer einstellen, beherrscht der Echo Spot einwandfrei. Auch können Einkaufslisten diktiert werden, was auch ohne Amazon-Dienste gut funktioniert.

Natürlich kann man über den Echo Spot auch auf verschiedene Musikstreaming-Dienste zugreifen, obwohl die Auswahl etwas beschränkt ist. Im Fokus stehen die Dienste von Amazon, allerdings werden auch Spotify (nur mit Premium) und einige Radiodienste wie TuneIn unterstützt. Wer möchte, kann sich auf dem Display ganz nach Karaoke-Manier auch gleich den Songtext anzeigen lassen.

Mittels sogenannten Skills können weitere Produkte und Dienstleistungen von Drittanbietern in Alexa eingebunden werden. Die Skills können innerhalb der Alexa-App aufgerufen werden und sind quasi wie ein App-Store aufgebaut. Insgesamt gibt es bereits mehr als 25’000 Skills, wobei viele davon nicht wirklich nützlich sind. Ebenfalls gibt es ein paar Skills für die Schweiz, darunter von der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) oder SRF News und Sport. Viele der Skills nutzen leider aber noch nicht das volle Potenzial des Displays vom Echo Spot aus. Denke hier werden wir künftig weitere interessante Skills sehen.

Und was ist mit der verbauten Kamera? Nun, auch die kann aktuell nur sehr eingeschränkt genutzt werden. Einerseits ist die Qualität der Kamera recht beschränkt und andererseits werden leider keine Dienste wie Skype oder ähnliche unterstützt. Interessant wären beispielsweise auch Facebook oder WhatsApp. Ich hoffe stark, dass Skype in Form einem neuen Skill dazu kommen wird.

Wirklich unschön ist die aktuelle Lage mit Google bzw. YouTube. Die Videoplattform ist leider auf dem Echo Spot, wie auch auf dem Echo Show, nicht mehr verfügbar. Bleibt zu hoffen, dass Amazon und Google hier eine baldige Lösung finden bzw. eine Vereinbarung treffen.

Google weiss mehr
Amazon bezieht das Wissen über Microsoft’s Bing Suchmaschine. Wer eine spezifische Frage von Alexa beantwortet haben möchte, bekommt oft keine oder nur eine unbefriedigende Antwort geliefert. Google kann hier definitiv auf ein deutlich grösseres Wissen zurückgreifen. Wobei ich auch eingestehen muss, dass ich eher selten etwas von Alexa wissen möchte. Vielmehr greife ich in solchen Situationen so oder so zu meinem Handy oder Tablet.

Touchscreen-Bedienung des Echo Spot
Trotz Touchscreen-Display liegt der Fokus bei der Bedienung auf der Spracheingabe. Dennoch möchte ich euch noch ein paar Worte über die Benutzeroberfläche des Echo Spots verlieren.

Die Oberfläche des Echo Spot ist ziemlich einfach gehalten, erfüllt aber ihren Zweck und bietet beispielsweise bei der Wetteranzeige nette Animationen.

Einstellungen können direkt auf dem Echo Spot vorgenommen werden. Man kann beispielsweise direkt aus den verschiedenen Uhrendesigns bzw. Watchfaches auswählen. Ebenfalls ist es möglich, ein eigenes Hintergrundbild auszuwählen.

Die Funktionen sind derzeit noch recht eingeschränkt. Schön wäre es, wenn man auch Uhrendesigns von Drittanbietern nutzen könnte. Für die Zukunft wünsche ich mir zudem Widgets, die dann nach Wunsch auf dem Homescreen angeordnet werden können.


Woher kriege ich die Alexa-App

Amazon liefert die Echo-Geräte offiziell nicht in die Schweiz, weshalb im Google Play Store auch die App nicht installiert werden kann. Die notwendige APK-Datei kann ohne Probleme im Internet gefunden werden, wobei hier immer eine gewisse Vorsicht ratsam ist. Falls jemand von euch die APK benötigt, könnt ihr euch gerne bei mir melden.

Fazit
Der Amazon Echo Spot hat bei mir einen guten Eindruck hinterlassen, auch wenn er weder eine hervorragende Soundqualität, noch ein besonders gutes Display besitzt. Vielmehr ist es das Paket, was mir gut gefallen hat. Der Echo Spot fügt sich nahtlos in mein Wohnzimmer ein und sieht gut aus. Dank dem Echo Spot kann ich die Uhrzeit jetzt direkt im Wohnzimmer ablesen – ich habe ansonsten keine Uhr im Wohnzimmer herumstehen.

Neben dem Echo Spot, habe ich ein Sonos Play:5 im Wohnzimmer im Einsatz. Beide Geräte können direkt miteinander verbunden werden, was den Verwendungszweck nochmals erweitert. Mit dieser Kombination habe ich nicht nur einen smarten Assistenten im Wohnzimmer, sondern ebenfalls eine durchaus gute Soundqualität – ein Punkt, wo der Echo Spot nur bedingt überzeugen kann. Und sonst nutze ich den Echo Spot für Aufgaben wie der Steuerung meiner Philips Hue-Lampen oder um einen Wecker bzw. Timer zu stellen.

Bleibt zu hoffen, dass Amazon so rasch als möglich eine Lösung mit Google finden wird, damit YouTube wieder auf den Echo Spot und Show zurückkehren kann. Weiterhin dürfte der Echo Spot eine breitere Auswahl an Uhrendesigns anbieten, die dann auch gleich personalisiert werden können. Auch könnte ich mir gut Widgets dafür vorstellen. Perfekt wäre es, wenn Dritthersteller ihre Uhrendesigns anbieten könnten.

Wer den Echo Spot für die Küche vorgesehen hat, sollte jedenfalls gut überlegen, ob nicht eventuell doch der deutlich günstigere Echo Dot genügen würde.

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Bruno Rivas

Ist schon seit dem T-Mobile G1 (Import) mit Android unterwegs und nach wie vor begeistert davon! Du findest mich auch auf Facebook und Twitter

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