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Xiaomi Redmi Note 6 Pro im Test – ein Mittelklasse-Smartphone wie es sein sollte

Mit dem Redmi Note 5 hat der chinesische Hersteller Xiaomi im Februar dieses Jahres ein starkes Mittelklasse-Smartphone auf den Markt gebracht. Ende September hat Xiaomi den Nachfolger in Form des Redmi Note 6 Pro vorgestellt. Als “Pro”-Modell würde ich den Nachfolger nicht bezeichnen, denn wirklich gross fallen die Unterschiede nicht aus – zumindest nicht in technischer Hinsicht.

Die Redmi-Reihe allgemein zeichnet ein sehr gutes Preis-/ Leistungsverhältnis aus, was auch auf das Redmi Note 6 Pro zutrifft. Das Android-Smartphone kann bereits ab unter 200 Franken bzw. 160 Euro gekauft werden. Unterstützt wird selbstverständlich das LTE Band 20, womit das Gerät ohne Einschränkungen in der Schweiz genutzt werden kann.

In den letzten drei Wochen habe ich das Redmi Note 6 Pro als Daily-Driver genutzt. Ob sich ein Wechsel vom Redmi Note 5 auf den Nachfolger lohnt, beantworte ich euch gerne auf den folgenden Zeilen.

Transparenz: Das Xiaomi Redmi Note 6 Pro wurde mir freundlicherweise von GearBest für diesen Test bereitgestellt. Am Testverfahren ändert sich aus diesem Grund nichts. Es würde mich freuen, wenn ihr bei einer allfälligen Bestellung des Xiaomi Redmi Note 6 Pro diesen Link nutzen würdet. 

Ich erhalte von GearBest dafür eine kleine Provision, womit ich mir neue Geräte für Tests besorgen kann. Vielen herzlichen Dank an dieser Stelle.

Die technischen Daten des Xiaomi Redmi Note 6 Pro

  • Display: 6,26 Zoll FHD+ LCD (2280 x 1080 Pixel)
  • Prozessor/GPU: Qualcomm Snapdragon 636 4x 1,8 GHz und 4x 1,6 GHz / Adreno 509 GPU
  • Speicher: wahlweise 3 oder 4 GB RAM / wahlweise 32 oder 64 GB eMMC 5.1 Speicher (erweiterbar)
  • Betriebssystem: Android 8.0 Oreo mit MIUI 9.6
  • Hauptkamera: 12 Megapixel mit f/1.9-Blende + 5 Megapixel mit f/2.0-Blende
  • Frontkamera: 20 Megapixel + 2 Megapixel
  • Anschlüsse: microUSB, 3,5 mm Klinkenanschluss
  • Verbindungen: LTE, WLAN 802.11 ac (Dual-Band), Bluetooth 5.0, GPS
  • Dual-SIM: Ja (Hybrid-SIM-Slot)
  • Akku: 4000 mAh (5V/2A-Fast-Charging)
  • Abmessungen: 157,9 x 76,3 x 8,2 mm
  • Gewicht: 176 Gramm

Xiaomi Redmi Note 6 Pro

Lieferumfang, Design und Verarbeitung
Das Redmi Note 6 Pro hat den typischen Xiaomi-Lieferumfang. Heisst dann konkret, dass neben dem Smartphone eine passende Silikon-Schutzhülle, ein Netzteil (5V / 2A) samt microUSB-Kabel, eine Büroklammer zum öffnen des SIM-Schachts und die üblichen Papiere dabei sind. Kopfhörer gibt es bei Xiaomi, zumindest in dieser Preisklasse, nicht.

Die Vorderseite des Redmi Note 6 Pro erinnert mit der breiten Notch unweigerlich an das Xiaomi Mi A2 Lite (zum Testbericht). Im Gegensatz zum Vorgänger gibt es jetzt als auch eine Notch, wobei diese zum Glück nicht derart ins Display ragt wie beim Google Pixel 3 XL. In der Notch befindet sich die Hörmuschel, eine Benachrichtigungs-LED (stellt nur Weiß dar!), ein Licht- und Näherungssensor und die Dual-Kamera. Die Benachrichtigungs-LED leuchtet sehr, sehr schwach auf, so dass sie eigentlich nur abends bzw. im dunkeln wahrgenommen wird. Trotz Notch, fallen die Ränder rund um das Display relativ breit aus.

Xiaomi Redmi Note 6 Pro

Auch auf der Rückseite zeigt sich “Bekanntes” – zumindest wer sich schon das Redmi Note 5 angesehen hat. Die Unterschiede zum Vorgänger fallen so klein aus, so dass man sie schon fast suchen muss. Die Anordnung der Dual-Kamera, des Fingerabdrucksensor und gar der Beschriftungen (Mi-Logo, usw..) haben sich überhaupt nicht verändert. Die Dual-Kamera ragt leicht aus dem Gehäuse hervor, was sich beim Einsatz einer Schutzhülle bzw. der mitgelieferten Schutzhülle erübrigt.

Xiaomi setzt in dieser Preisklasse auf viel Kunststoff, was angesichts des Preises auch in Ordnung geht. Die Rückseite besteht lediglich mittig aus Metall, oben und unten gibt es Elemente aus Kunststoff. Ebenfalls aus Kunststoff ist der komplette Rahmen gefertigt. Wer die mitgelieferte Silikon-Schutzhülle nutzt, wird davon aber so oder so nicht viel mitbekommen.

Auf der rechten Seite ist die Lautstärke-Wippe und der Power-Button platziert. Die Tasten am Gerät weisen einen erfreulich guten Druckpunkt auf und sitzen fest im Gehäuse. Gegenüberliegend ist der SIM-Schacht verbaut, der sich mittels “Büroklammer” öffnen lässt. Der SIM-Slot nimmt nimmt entweder zwei nanoSIM-Karten oder eine nanoSIM-+ microSD-Karte (Hybrid-Slot) auf. Unten finden wir den microUSB-Anschluss, das Mikrofon und ein Mono-Lautsprecher vor. Schade verzichtet Xiaomi in der Mittelklasse auch weiterhin auf den USB TypC-Anschluss. Oben gibt es ein Infrarot-Sender, den 3,5 mm Klinkenanschluss und ein weiteres Mikrofon.

Das Xiaomi Redmi Note 6 Pro kommt bei Abmessungen von 157,9 x 76,3 x 8,2 mm auf ein Gewicht von 176 Gramm. Das Gerät liegt angenehm in der Hand und lässt sich gut bedienen – zumindest mit meinen eher langen Finger bzw. meinem Daumen.

Inzwischen habe ich schon mehrere Xiaomi-Smartphones im Einsatz gehabt und keines hat mich in puncto Verarbeitung enttäuscht – auch das Redmi Note 6 Pro nicht. Die Verarbeitung lässt keine Kritik zu und wirkt in allen Belangen hochwertig, auch wenn Xiaomi auf mehr Kunststoff setzt.

Xiaomi Redmi Note 6 Pro

Display
Das Xiaomi Redmi Note 6 Pro hat ein 6,26 Zoll grosses IPS-Display mit einer Auflösung von 2280 x 1080 Pixel (FHD+) und einer Notch verbaut. Damit kommt das Mittelklasse-Smartphone auf eine Pixeldichte von 403 ppi und stellt damit die Inhalte schön scharf dar. Wie schon beim Xiaomi Mi A2 Lite, ist das Display ein kleines Highlight für mich. In dieser Preisklasse bekommt man vielfach noch HD-Auflösung geboten und qualitativ eher minderwertige Display – nicht so bei Xiaomi.

Die Farbwiedergabe und die Blickwinkelstabilität sind gut, standardmäßig ist das Display für meinen Geschmack etwas zu “kalt” kalibriert. Im Gegensatz zum Mi A2 Lite besteht beim Redmi Note 6 Pro jedoch die Möglichkeit, die Farbwiedergabe und der Kontrast den eigenen Wünschen anzupassen. Die Anpassungen sind in den Systemeinstellungen unter Display und da beim Punkt “Kontrast & Farbe” zu finden.

Der Kontrast und die Schwarzwerte des IPS-Display können mit einem OLED bzw. AMOLED-Display nicht mithalten, was aber auch nicht anders zu erwarten war. Wer von Xiaomi ein Smartphone mit AMOLED-Display wünscht, muss etwas tiefer in die Tasche greifen – beispielsweise für das Mi8. Der nicht so tolle Schwarzwert ist insbesondere um die Notch zu sehen bzw. wenn die Notch softwareseitig ausgeblendet wird.

Ein Lesemodus ist vorhanden, der sogar auf Wunsch terminiert werden kann. Im Lesemodus wird die Bildschirmausstrahlung von blauem Licht verringert. Wer vor allem noch abends am Smartphone hängt, könnte damit seine Augen etwas schonen. Das Display lässt sich auf Wunsch mit einem Doppel-Tipp aktivieren, deaktivieren klappt hingegen nicht.

Das Display kann auch bei direkter Sonneneinstrahlung abgelesen werden. Im direkten Vergleich mit einem sehr leuchtstarken, aber bedeutend teureren Samsung Galaxy Note 9 fällt das Redmi Note 6 Pro etwas ab. Auf Eingaben reagiert das Redmi Note 6 Pro äusserst zuverlässig, auch bei schnellem tippen auf der Tastatur.

Xiaomi Redmi Note 6 Pro

Hardware, Performance und Benchmark
Wie schon beim Vorgänger setzt Xiaomi auf den Qualcomm Snapdragon 636 Octa-Core-SoC, der von wahlweise 3 oder 4 GB Arbeitsspeicher und der Adreno 509 GPU flankiert wird. Der interne Speicherplatz beläuft sich je nach Modell auf 32 oder 64 GB (eMMC 5.1), der mittels microSD-Karte erweitert werden kann. Bei meinem Testgerät handelt es sich um die “Basis-Version” mit 3 GB und 32 GB Speicherplatz. Ob zu einem späteren Zeitpunkt auch noch eine Global Edition mit 6 GB RAM und 128 GB auf den Markt kommen wird, ist bisher nicht bekannt.

Die Ausstattung ermöglicht ein weitestgehend ruckelfreies Bedienerlebnis. Es lässt sich ohne Ruckler in Apps wie Twitter oder Instagram scrollen. Hin und wieder lässt sich das Gerät aber beim Starten von Apps gefühlt etwas mehr Zeit. Ich muss dazu erwähnen, dass ich in den letzten Wochen das deutlich stärker ausgestattete, aber auch teurere Pocophone F1 im Einsatz hatte. Das Poco F1 ist “Pfeilschnell” unterwegs, so viel sei hier schon mal verraten. Ein Testbericht zum Poco F1 folgt auch noch im Laufe des Novembers.

Der Snapdragon 636 und Adreno 509 GPU bewältigen grafikintensivere Games wie Asphalt 9 oder PUBG Mobile. Beide Games können aber nicht mit den höchsten Grafikeinstellungen gespielt werden. Bei Asphalt 9, das nur über Umwege auf dem Redmi Note 6 Pro installiert werden kann, kam es zudem hin und wieder zu Framedrops. Der Spielspass wurde dadurch aber nur geringfügig getrübt.

Im AnTuTu-Benchmark und Geekbench gibt es gegenüber dem Vorgänger keine Leistungssteigerung. Die Resultate sind fast identisch zum Redmi Note 5 (Pro). In Zahlen ausgedrückt:

  • AnTuTu-Benchmark – 114.270 Punkte
  • Geekbench V4 – Single-Core 1328 / Multi-Core 4784
  • 3DMark – 951 Punkte
  • PCMark – 6189 Punkte

Die Lese- und Schreibgeschwindigkeit des eMMC 5.1 Speicher gehört nicht zu den Schnellsten. Gemessen mit PCMark habe ich Lesewerte von 240 MB/s und Schreibwerte von 93 MB/s. Der interne Speicherplatz beläuft sich bei meinem Testgerät wie erwähnt auf 32 GB. Ich persönlich würde hier eher zum Modell mit 4 GB RAM und 64 GB Speicher greifen. Von den 32 GB stehen effektiv noch ca. 22 GB zur freien Verfügung. Könnte unter Umständen relativ schnell “eng” werden.

Der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite erzielt eine sehr hohe Geschwindigkeit und Trefferquote. Sogar mit leicht feuchtem Finger, wurde das Gerät entsperrt. Wer möchte, kann auch Face Unlock nutzen. Dafür muss allerdings die Region auf Indien umgestellt werden – bis auf die Installation von weiteren Apps, hat das keine Folgen.

Zudem hat das Redmi Note 6 Pro ebenfalls einen IR-Sender verbaut. Damit mutiert das Smartphone zur Universal-Fernbedienung. Der IR-Sender funktionierte so nebenbei gesagt einwandfrei mit meinem Samsung TV. Der Mono-Lautsprecher an der Unterseite kann ziemlich laut werden, der Bass bleibt jedoch etwas auf der Strecke.

Xiaomi Redmi Note 6 Pro

Software
Entgegen vorheriger Gerüchte, wird das Xiaomi Redmi Note 6 Pro ab Werk noch mit das auf Android 8 Oreo basierende MIUI 9.6 (Global Version) ausgeliefert. Der Android-Sicherheitspatch stammt vom Juli 2018. Da das Redmi Note 5 bereits das Update auf MIUI 10 erhalten hat, dürfte es nicht mehr allzu lange dauern bis auch das 6er versorgt wird. Ich rechne damit spätestens im kommenden Monat.

Das Xiaomi Redmi Note 6 Pro in der Global Version unterstützt mehrere Sprachen, darunter natürlich auch Deutsch. Ebenfalls sind schon alle Google-Dienste wie der Google Play Store, Gmail, Chrome & Co. auf dem Smartphone vorzufinden. Neben den Google-Diensten, sind auch ein paar eigene Apps auf dem Gerät vorinstalliert. Das führt dann wiederum zu Doppelspurigkeiten bei den installierten Apps, was nur unnötig Speicherplatz verbraucht. Apropos unnötiger Speicherplatz. Es sind diverse Microsoft Office- und Facebook-Apps auf dem Gerät installiert, diese können aber glücklicherweise komplett deinstalliert werden.

MIUI orientiert sich nach wie vor ziemlich stark an iOS. Ein App-Drawer ist standardmässig nicht vorgesehen und kann auch nicht in den Einstellungen aktiviert werden. Alle Apps landen also direkt auf dem Homescreen. Dank Theme-Engine, kann der App-Drawer mit einem alternativen Theme aktiviert werden. Selbstverständlich lassen sich auch alternative Launcher wie den Nova Launcher installieren.

Xiaomi Redmi Note 6 Pro
Gestensteuerung kann auf Wunsch aktiviert werden und funktioniert sogar richtig gut!

Xiaomi bietet mit MIUI dafür sehr viele Einstellungen und Individualisierungsmöglichkeiten an. Gefallen hat mir beispielsweise die gut gelungene Gestensteuerung. Die ist zwar auch bei Apple abgeschaut, aber sie funktioniert tatsächlich ganz gut. Ebenfalls erwähnenswert ist das gute Rechte- und Energiemanagement unter MIUI, das deutlich über den Funktionsumfang von Stock-Android geht. Was Apps für Rechte erhalten, kann man unter MIUI ganz genau definieren.

Xiaomi verzichtet auf den Kopierschutz Widevine L1 und unterstützt nur Widevine L3 (tiefster Kopierschutz), weshalb die Inhalte beispielsweise von Netflix nur bis maximal 540p wiedergegeben werden können. Obwohl also ein FHD-Display verbaut ist, bekommen wir hier eine nicht mehr zeitgemäße Auflösung spendiert. Auf der anderen Seite fällt das aufgrund des eher kleinen Displays nicht weiter ins Gewicht.

Xiaomi Redmi Note 6 Pro

Kamera
Xiaomi verbaut auf der Rückseite eine Dual-Kamera, deren Sensoren von Samsung stammen. Der Hauptsensor S5K2L7 löst mit 12 Megapixeln auf und bietet eine f/1.9-Blende mit 1.4 Mikromillimeter Pixel. Der Sekundärsensor S5K5E8 löst mit 5 Megapixeln auf. Das Dual-Kamera-Setting unterstützt HDR, Dual-Autofokus und EIS. Einen optischen Bildstabilisator (OIS) gibt es hingegen nicht.

Im Gegensatz zum Vorgänger, gibt es jetzt auch in der Global Version den AI-Modus. Dank künstlicher Intelligenz sollen wir mehr aus unseren Aufnahmen herausholen können. Das funktioniert auf den ersten Blick gar nicht mal so schlecht. Die AI erkennt ein paar Sujets, darunter Blumen, Landschaften, Nahaufnahmen oder Portraits. Ist der AI-Modus aktiviert, wirken die Aufnahmen etwas “lebhafter” bzw. das Smartphone setzt die Farbsättigung etwas nach oben. Das gefällt den einen, den anderen weniger. Mir gefällt es ganz gut.

Die Aufnahmen bei guten Lichtverhältnissen sind angesichts des günstigen Preises sehr gut. Es gibt nur sehr wenige Smartphones, die in der Preisklasse von unter 200 Franken mit einer solch ausgewogenen Qualität überzeugen können – egal ob mit oder ohne AI. Die Aufnahmen haben mir insbesondere mit aktiviertem HDR-Modus richtig gut gefallen. Aufnahmen weisen gute Farben,

Erwartungsgemäss fallen die Low-Light-Aufnahmen (Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen) bedeutend schlechter aus. Bei wenig Licht hat die Dual-Kamera seine Mühe, was sich in gut sichtbaren Bildrauschen niederschlägt. Da bringt auch der AI-Modus nichts, die Aufnahmen weisen auch damit ein sehr ausgeprägtes Bildrauschen auf.

Videoaufnahmen gelingen mit der Dual-Kamera ganz gut, was sicherlich auch dem EIS zu verdanken ist. Aufnahmen werden mit bis zu 1080p unterstützt – 4K-Aufnahmen gibt es in dieser Preisklasse noch nicht. Hin und wieder ist es bei mir jedoch zu unerklärlichen Aussetzern gekommen. Ich hoffe stark, dass Xiaomi dieses Problem mit einem künftigen Software-Update beheben kann.

Kommen wir noch zur Frontkamera, die jetzt ebenfalls aus einem Dual-Setting besteht. Der Hauptsensor löst mit 20 Megapixeln auf und der zweite Sensor mit 2 Megapixeln. Der Sekundärsensor sammelt die Tiefeninformationen, die für den beliebten Bokeh-Effekt notwendig sind. Die Dual-Frontkamera hat mich ehrlich gesagt etwas überrascht – im positiven Sinne. Selfies gelingen richtig gut, bieten viele Details und gut abgestimmte Farben. Ja, sogar der Bokeh-Effekt arbeitet sehr zuverlässig.

Ein paar Beispiel-Fotos findet ihr direkt unter diesem Link.

Xiaomi Redmi Note 6 Pro

Konnektivität und Sprachqualität
Das Redmi Note 6 Pro unterstützt in der Global Version das LTE Band 20. Damit kann das Smartphone uneingeschränkt in der Schweiz genutzt werden und es gibt sogar VoLTE. Die Empfangsleistung war auf dem Sunrise-Netz identisch zu anderen Mitbewerbern aus höheren Preisklassen – kurz gesagt, alles in Ordnung. High-Speed-LTE wird allerdings nicht unterstützt.

Die Sprachqualität ist auf einem guten Niveau, insbesondere wenn über VoLTE telefoniert wird. Ich konnte den Gesprächspartner einwandfrei verstehen, auch in stark frequentierten Orten. Ebenfalls hat mir der Gesprächspartner eine gute Qualität attestiert.

Dank Unterstützung für alle gängigen WLAN-Standards und Dual-Band, gelangt man auch von Zuhause aus schnell ins Netz. Verzichten muss man hingegen auf 2 x 2 MIMO und WiFi-Calling (VoWIFI), was in dieser Preisklasse aber auch nicht zu erwarten ist. Die Geschwindigkeit der Datenübertragung ist trotzdem gut, wenn auch nicht so gut wie beispielsweise beim LG G7 ThinQ.

Ansonsten wird Bluetooth 5 und auch GPS/Glonass unterstützt. Das Gerät verbindet sich ohne Probleme mit meinen Bluetooth-Geräten, wie beispielsweise den Sony WF-1000X Kopfhörern. Der GPS-Fix gelang sehr schnell.

Akku
Xiaomi verbaut im Mittelklasse-Smartphone einen 4000 mAh Akku, der in Kombination mit der Ausstattung und dem guten Energiemanagement von MIUI gute Laufzeiten erreichen sollte. Und ich wurde nicht enttäuscht. Zwei Tage Laufzeit sind durchaus möglich, sofern man das Gerät nicht andauernd in der Hand hält.

Untermauert wird die gute Laufzeit auch vom Geekbench Akku-Benchmark, bei dem das Redmi Note 6 Pro eine Laufzeit von guten 9:30 Stunden erreicht hat. Ist der Akku dann mal leer, kann dieser dank Quick Charge 3.0 mehr oder weniger schnell geladen werden – allerdings nicht mit dem mitgelieferten Netzteil. Dieses unterstützt kein QC 3.0.

Letztendlich dauert ein Ladevorgang von 0 auf 100 Prozent etwas mehr als zwei Stunden. Das geht bei anderen Herstellern bedeutend schneller. Auch mit einem Quick Charge 3.0-kompatiblen Netzteil, lädt das Gerät nicht viel schneller auf. Gemessen habe ich damit ca. 1 Stunde und 50 Minuten.

Xiaomi Redmi Note 6 Pro

Fazit
Seien wir ehrlich, das Xiaomi Redmi Note 6 Pro ist kein wirklich neues Smartphone. Es ist lediglich ein Xiaomi Redmi Note 5 (Pro) mit einer Notch und einer verbesserten Dual-Frontkamera. Der Rest bleibt identisch zum Vorgänger, was aber nicht schlecht ist. Das Redmi Note 5 (Pro) ist/war ein sehr starkes Mittelklasse-Smartphone und genau das ist auch das Redmi Note 6 Pro.

Es gibt nur sehr weniger Smartphones in dieser Preisklasse, die mit dem Redmi Note 6 Pro mithalten können. Konkurrenz sehe ich vor allem in Form des Pocophone F1 aus den eigenen Reihen. Das Pocophone F1 ist dem Redmi Note 6 Pro in puncto Hardware deutlich überlegen. Kostet dafür aber auch ein paar Euro bzw. Schweizer Franken mehr.

Trotzdem, das Preis- /Leistungsverhältnis vom Redmi Note 6 Pro ist über alle Zweifel erhaben. Wer auf der Suche nach einem günstigen, aber trotzdem gut ausgestatteten Smartphone ist, der sollte dieses Smartphone unbedingt in Erwägung ziehen. Ich kann es mit gutem Gewissen empfehlen!

Gefallen am Xiaomi Redmi Note 6 Pro gefunden? Dann würde ich mich über eine Bestellung bei Gearbest über diesen Link sehr freuen. Wie schon Eingangs erwähnt, erhalte ich von GearBest eine kleine Provision, die dann auch gleich wieder in neue Testgeräte investiert wird. Herzlichen Dank!

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Bruno Rivas

Ist schon seit dem T-Mobile G1 (Import) mit Android unterwegs und nach wie vor begeistert davon! Du findest mich auch auf Google+, Facebook und Twitter

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3 Kommentare

  1. Hi, erst mal danke fur den ausführlichen Test. Ich habe da mal eine Frage: kam es während deinem Test auch vor, dass sich ab und an das Display nicht einschalten lässt? Habe das Handy jetzt auch seit knapp 3 Wochen und dieses Phänomen tritt immer mal wieder auf. Nach ein paar Minuten geht’s dann plötzlich wieder..

  2. Hallo Kevin
    Nein, dieses Problem hatte ich glücklicherweise nicht. Display lässt sich einwandfrei einschalten, ohne grosse Verzögerungen. Hast du das Update auf MIUI 10 schon eingespielt? Soll angeblich ab sofort verteilt werde und bringt auch ein paar Bugfixes mit.

    Grüsse aus der Schweiz

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