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Polar Vantage V2 im Test – Tolle Premium-Multisportuhr

Mit der Vantage V2 hat Polar vor ein paar Wochen eine neue Premium-Multisportuhr vorgestellt, welche das Erbe der beliebten und inzwischen zweijährigen Vantage V antritt. Die Polar Vantage V2 ist das neue Aushängeschild vom finnischen Hersteller und richtet sich an ambitionierte Sportler. Sie kommt mit zahlreichen Neuerungen und Verbesserungen in puncto Hardware und Software daher.

Einige Neuerungen kennen wir bereits von der Polar Grit X, welche im Frühjahr lanciert wurde und als Outdoor-Multisportuhr vermarktet wird. Dazu zählt beispielsweise die Turn-by-Turn-Navigation via Komoot. HillSpliter, womit automatisch Bergauf- und Bergabschnitte erfasst werden, und FuelWise, ein “smarter” Energie-Assistent fürs Handgelenk, sind ebenfalls mit an Bord.

Die Polar Vantage V2 bietet auch brandneue Software-Funktionen, darunter ein Lauf- und Rad-Leistungstest sowie ein Bein-Erholungstest. Mit dem Lauf-Leistungstest kann der Fortschritt verfolgt und die Herzfrequenz-, Geschwindigkeits- und Leistungszonen individuell ermittelt und eingestellt werden. Mit dem Rad-Leistungstest können die Leistungszonen personalisiert und die individuelle Funktionsleistungsschwelle (FTP) ermitteln werden.

Ausserdem lässt sich das Zifferblatt farblich leicht anpassen, es gibt ein neues Widget mit der Trainings-Wochenübersicht und die Musik auf dem Smartphone kann jetzt endlich direkt über die Smartwatch gesteuert werden – sofern das gewünscht ist.

Ich durfte mir die Polar Vantage V2 in den letzten Wochen näher anschauen und verrate euch auf den nächsten Zeilen, wie gut sich die neue Premium-Multisportuhr während meinen “Workouts” draussen in der Natur beim Radfahren und Lauftraining, aber auch im Fitness-Center, geschlagen hat. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Polar Schweiz für die Bereitstellung.

Polar Vantage V2: Ein Fliegengewicht aus Aluminium

Die Polar Vantage V2 kann ab sofort im Online-Shop von Polar für 499,90 Franken bestellt werden. Zur Auswahl steht sie in den Farbvarianten Schwarz, Silber/Grau-Limette und Schwarz/Grün. Alle drei Farbvarianten können entweder in der Grösse M / L oder S gekauft werden. Die Grösse M / L eignet sich für einen Handgelenksumfang von 145 – 215 mm. Die Grösse S für 120 – 190 mm.

Polar setzt bei der Vantage V2 auf eine Aluminiumlegierung und glasfaserverstärktes Polymer, welches in der Luft- und Raumfahrt eingesetzt wird. Diese Kombination wirkt sich sehr positiv auf das Gewicht aus. Die Vantage V2 wiegt damit nur 52 Gramm. Im Vergleich: Die erste Generation der Vantage V brachte noch 66 Gramm auf die Waage.

Das Gehäuse der neuen Polar Vantage V2 ist nach dem Militärstandard MIL-STD-810G geprüft und ist neu sogar bis zu 100 Metern Tiefe wasserdicht. Damit kann die Smartwatch problemlos auch beim Schwimmen getragen werden. Das Vorgängermodell, die Vantage V, war “nur” bis zu 50 Metern Tiefe wasserdicht. Insgesamt fühlt sich das Gehäuse sehr robust und trotzdem nicht zu “klobig” an.

Das kreisrunde und transflektive 1,2 Zoll Farb-Touchscreen mit 240 x 240 Pixeln wird durch Gorilla Glas gegen Brüche und Kratzer geschützt. Dank der “Antifingerprint”-Beschichtung ist das Display weniger stark anfällig auf Fingerabdrücke. Neu ist ein Umgebungslichtsensor dazu gekommen. Dieser passt die Helligkeit automatisch den äusseren Bedingungen an.

Aufgrund der eingesetzten Display-Technologie, fällt die Farbbrillanz eher bescheiden aus. Dafür kann das Display im Freien und auch bei direkter Sonneneinstrahlung überzeugen. Es sind die typischen Vor- und Nachteile der transflektiven Displays. Wer die Farbpracht eines AMOLED-Displays erwartet, ist hier definitiv an der falschen Adresse.

Die Uhrenanzeige lässt sich immerhin ein wenig personalisieren. Es gibt ein digitales oder analoges Zifferblatt, welche sich zusätzlich mit verschiedenen Uhrenstilen anpassen lassen. Zusätzlich gibt es verschiedene Farbdesigns (Gelb, Grün, Blau, Orange, Rot, Lila und Rosa). Zusätzliche Zifferblätter lassen sich nicht auf die Uhr übertragen.

Die Smartwatch kann wahlweise über das Touchscreen-Display oder über die fünf Tasten auf der Seite bedient werden. Das Touchscreen-Display reagiert nun viel schneller auf Eingaben. Damit hat Polar einen grossen Kritikpunkt der Polar Grit X (zum Testbericht) und auch der ersten Generation der Vantage V/M aus der Welt geschafft.

Links gibt es zwei und rechts sind drei physische Tasten ins Gehäuse eingelassen. Die mittlere Taste auf der rechten Seite hebt sich mit der roten Farbe gekonnt von den anderen hervor. Alle physische Tasten weisen eine geriffelte Struktur auf und sind somit ausgezeichnet zu ertasten. Gefallen hat mir der sehr gute Druckpunkt der Tasten.

Auf der Unterseite befindet sich die optische Pulsmessung (Precision Prime Sensor-Fusionstechnologie) und die Lade-PINs. Polar setzt auf drei unterschiedliche Farb-LEDs für die optische Pulsmessung, was angeblich in einer höheren Genauigkeit resultiert. Der mitgelieferte Ladeadapter dockt magnetisch an die vier Lade-PINs an.

Positiv ist mir das sehr angenehm zu tragende Silikon-Armband aufgefallen. Es lässt sich problemlos über eine längere Zeit tragen. Leider setzt Polar diesmal auf ein eigenes Format, so dass leider die herkömmlichen Armbänder nicht kompatibel sind.  Über den hauseigenen Online-Shop gibt es zusätzliche Armbänder in verschiedenen Farbvarianten. Mit 39,90 Franken sind sie relativ preiswert.

Inbetriebnahme der Polar Vantage V2

Die Polar Vantage V2 ist sehr schnell eingerichtet und mit dem Smartphone gekoppelt. Dafür einfach die kostenlose Polar Flow-App aus dem Google Play Store (oder Apple App Store) herunterladen und auf dem Smartphone installieren. Anschliessend führt euch ein Assistent Schritt für Schritt durch die Inbetriebnahme. Alternativ lässt sich die Uhr auch über den Computer einrichten.

Damit das volle Potenzial der Vantage V2 ausgeschöpft werden kann, muss zunächst ein Konto bei Polar erstellt werden. Das geschieht ganz bequem über die App oder über den Browser via Website.

Aktivitätstracking mit der Polar Vantage V2

Zu den “Basics” einer Sportuhr gehört das Tracking der täglichen Aktivitäten. Damit meine ich nicht die individuellen Trainings, dazu komme ich beim nächsten Abschnitt. Mit den täglichen Aktivitäten meine ich vielmehr Dinge wie die von mir an einem Tag zurückgelegten Schritte und daraus resultierende Distanz sowie Kalorienverbrauch und Aktivitätszeit.

Darstellung in der App: Das Aktivitätsziel

Vorab lässt sich dafür ein Aktivitätsziel definieren. Niveau 1 richtet sich an Benutzer, welche nur wenig Sport treiben und auch während der Arbeit viel sitzen. Niveau 2 kann von Benutzern ausgewählt werden, welche den grössten Teil des Tages auf den Beinen verbringen. Das Niveau 3 wird Benutzern empfohlen, welche einem körperlich anstrengenden Beruf nacheifern.

Aufgrund des gewählten Aktivitätsziels wird anhand eines Prozentsatzes in der Polar Flow-App und der Uhr dargestellt. Je mehr wir uns bewegen, umso mehr füllt sich die Leiste. Täglich sollten wir auf 100 oder mehr Prozent kommen. Innerhalb der Smartphone-App werden Empfehlungen angezeigt, wie man das Aktivitätsziel erreichen kann. Beispiel: Mit Gartenarbeit, leichtes Tanzen & Co.

Ich arbeite vorwiegend vor dem Computer. In den letzten Wochen, aufgrund der Coronavirus-Pandemie, arbeitete ich durchgehend im Home-Office. Ihr könnt euch vorstellen, wie viel ich mich in dieser Zeit bewegt habe – nicht wirklich viel. Die Polar Vantage V2 hat mich mit einer Inaktivitätsmeldung (Uhr vibriert) darauf hingewiesen. Diese Meldung kann deaktiviert werden.

Eine Funktion vermisse ich auch weiterhin bei Polar: Die Uhr zählt leider keine Etagen.

Trainieren mit der Polar Vantage V2

Mit der Vantage V2 können über 130 Sportarten aufgezeichnet werden. Bis zu 20 Sportarten lassen sich über die Flow-App bequem auf die Smartwatch übertragen. Es stehen klassische Sportarten wie Laufen, Velofahren oder Schwimmen bereit. Polar scheut sich aber auch nicht vor weniger populären Sportarten wie Trabrennen, Rollerski oder Kajakfahren.

Übrigens: Fitness-Fans von den Les Milles-Programmen dürfen sich freuen, denn Polar unterstützt praktisch alle Gruppenfitnessprogramme.

Zahlreiche Les Milles Programme können ausgewählt werden.

Für diesen Testbericht habe ich mich auf das Laufen und das Radfahren fokussiert. Eigentlich hätte ich euch auch noch gerne ein paar Worte zum Schwimmen erzählt, das ist leider aber vorerst nicht möglich. In der Schweiz bzw. in Bern sind die Hallenbäder aufgrund der Coronavirus-Pandemie für die Öffentlichkeit derzeit geschlossen.

Während eines Workouts werden direkt auf der Smartwatch zahlreiche Details angezeigt, darunter das Tempo, Distanz, Dauer, Herzfrequenz- und Herzfrequenzzonen. Über die Flow-App lässt sich die Anzeige zudem nach Lust und Laune anpassen, um beispielsweise auch der Kalorienverbrauch anzuzeigen.

Zusätzlich gibt die Uhr Auskunft über Leistungs- und Geschwindigkeitszonen, erinnert via FuelWise an das Zuführen von Energie und Flüssigkeit und erfasst mit Hill Splitter automatisch Bergauf- und Bergababschnitte. Das klappt beim Laufen und Radfahren. Auch sind die Strava Live Segments mit an Bord, um sich auf ausgewählten Streckenabschnitten mit anderen Strava-Nutzern zu messen.

Aktive Trainingseinheiten können mittels Tastendruck pausiert oder beendet werden. Zudem lassen sich manuelle Runden definieren. All die aufgezeichneten Werte, werden anschliessend in die Flow-App (oder Web-Portal) übertragen, wo eine umfassende Analyse der Trainings möglich ist. Polar hat hierfür ein paar nützliche Funktionen integriert, wie die Folgenden:

  • Trainingsnutzen: Feedback zur Wirkung der Trainingseinheit. Beispiel: Tempo & Maximaltraining, Tempotraining+, usw.
  • Training Load Pro: Training Load Pro ermöglicht eine ganzheitliche Betrachtung und gibt dir Aufschluss darüber, wie deine Trainingseinheiten diese verschiedenen Systeme beanspruchen und welche Auswirkungen dies auf deine Leistungsfähigkeit hat. Training Load Pro ermittelt die Trainingsbelastung sowohl für dein Herz-Kreislauf- als auch dein Muskel-Skelett-System (Cardio Load und muskuläre Belastung). Mit „Empfundene Belastung“ kannst du zudem bewerten, wie stark beansprucht du dich fühlst
  • Energiequellen: Was wird während einer Trainingseinheit mehrheitlich verbrannt? Kohlenhydrate, Eiweiss oder Fett?

Jedem Lauf-Training wird ein Running Index zugewiesen, der direkt in der Flow-App eingesehen werden kann. Es ist eine Schätzung der maximalen aeroben Laufleistung, die durch die aerobe Leistungsfähigkeit und Laufökonomie beeinflusst wird. Somit kann man nach jedem Lauf den eigenen Fortschritt verfolgen.

Der Cardio Load gibt anschliessend Auskunft darüber, ob wir in den letzten Tagen zu viel trainiert haben, so dass eine Überforderung für unseren Körper entstehen kann. Sollte man weiterhin auf diesem Niveau trainieren, könnte das Risiko für sportbedingte Verletzungen steigen. Es ist also ein Wert, den man als ambitionierter Sportler im Auge behalten sollte.

Wie gut ist das GPS-Signal der Polar Vantage V2?

Die positionsgenaue Aufzeichnung geschieht via GPS, GLONASS, Galileo oder QZSS mit Assisted GPS. Es werden jeweils zwei Positionierungssysteme parallel genutzt, wobei GPS immer gesetzt ist. Hinzu kommt ein integrierter Kompass und Höhenmesser. Damit ist die neue Polar Vantage V2 bestens ausgestattet.

Um die Frage zur Qualität des GPS-Signals zu beantworten: Grundsätzlich liefert die Vantage V2 ein gutes GPS-Signal. Bei meinen Radtouren gab es insgesamt nur geringe Abweichungen zur zurückgelegten Strecke. Bei den Lauf-Trainings sah es etwas anders aus, wie der folgende Screenshot zeigt.

Obwohl ich mehr oder weniger immer dieselbe Strecke gelaufen bin, gibt es sichtbare Abweichungen.

Das Problem: Meine Lauf-Trainings absolviere ich immer im Wald, wo es folgerichtig hohe Bäume hat. Damit hat die Vantage V2 ziemlich zu kämpfen. Das ist nicht ein Phänomen, welches nur bei der Vantage V2 zu verfolgen ist, sondern generell für GPS-Smartwatches eine grosse Herausforderung darstellt. Oder anders gesagt: Bis jetzt versagte jede Uhr im Wald.

Obwohl die Vantage V2 klar ersichtliche Abweichungen aufweist, geht die Aufzeichnung insgesamt noch in Ordnung. Ich hatte schon andere Uhren, darunter die Polar Ignite oder die Amazfit Stratos, welche bedeutend schlechtere Aufzeichnungen lieferten. Wer hauptsächlich im Wald seine Lauf-Trainings absolviert, muss wohl oder übel mit einer nicht 100% genauen Aufzeichnung leben.

Turn-by-Turn-Navigation mit Komoot

Was Polar bei der Grit X eingeführt hat, finden wir jetzt auch auf der Vantagte V2 vor: Die Turn-by-Turn-Navigation via Komoot. Touren können im Vorfeld über Koomot geplant und anschliessend auf die Smartwatch übertragen werden. Ich habe diese neue Funktion gerne für meine Radtouren sehr gerne genutzt.

Die Uhr informiert dabei, in welche Richtung man sich bewegen muss. Das funktionierte sowohl beim Biken, als auch beim Laufen einwandfrei. Die Richtungswechsel werden jeweils frühzeitig angezeigt.

Lauf-Leistungstest

Wie steht es um meine Laufleistung? Auf diese Frage gibt der Lauf-Leistungstest eine Antwort. Der 40-minütige Test wird im Freien durchgeführt. Er setzt sich aus einer 10-minütigen Aufwärmphase und einem anschliessenden Steigerungslauf zusammen. Das Ziel: Die maximale Leistung während den 30 Minuten zu erreichen.

Als Ergebnis aus dem Lauf-Leistungstest erhalten wir die maximale Herzfrequenz, die maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max), die maximale aerobe Leistung (MAP) und die maximale aerobe Geschwindigkeit (MAS). Diese Werte können auf Wunsch für die Herzfrequenz- und Leistungszonen für künftige Trainings verwendet werden.

Grundsätzlich funktioniert der Test einwandfrei und er gibt auch einen guten Einblick, wie es um die eigene Laufleistung steht. Der Test setzt jedoch ein einwandfreies GPS-Signal voraus, da sonst das Ergebnis verfälscht wird. Es ist deshalb ratsam, den Lauf-Leistungstest an einem Ort zu absolvieren wo der GPS-Empfang nicht gestört (beispielsweise durch hohe Bäume) wird.

Rad-Leistungstest

Neben dem Lauf-Leistungstest, gibt es auch einen Rad-Leistungstest. Er misst die maximale durchschnittliche Leistung, die während 60 Minuten aufrechterhalten werden kann. Dieser Test wird auch funktioneller Schwellenleistungstest, FTP, genannt. Auch dieser Test dient für die Bestimmung der individuellen Leistungszonen, welche bei Trainings verwendet werden können.

Auf Wunsch lässt sich auch ein verkürzter Test (20, 30 oder 40 Minuten) absolvieren. Polar schätzt dann das ungefähre Resultat auf 60 Minuten. Wer ein genaues Ergebnis wünscht, sollte sich jedoch die Stunde Zeit nehmen, um den ganzen Test zu absolvieren.

Bein-Erholungstest

Der Bein-Erholungstest sagt etwas darüber aus, wie gut sich die Beinmuskulatur vom Training erholt haben und wie sich die Explosivkraft entwickelt hat. Der Test beantwortet zudem die Frage, ob man bereits wieder bereit für ein Geschwindigkeits- und Krafttraining ist. Dafür ist kein optionales Zubehör notwendig, einfach die Uhr anziehen und den Anweisungen folgen.

Ausführliches Schlaftracking mit der Vantage V2

Sleep Plus Stages
Für unsere Gesundheit und das Wohlbefinden ist ein ausreichend guter Schlaf das A und O. Dank dem Schlaftracking Sleep Plus Stages kann man den eigenen Schlaf ganz genau analysieren. Es wird automatisch die Menge und Qualität des eigenen Schlafs aufgezeichnet und in die drei Schlafphasen (Leichtschlaf, REM-Schlaf und Tiefschlaf) unterteilt.

Aus diesen Daten wird ein Schlafindex erstellt. Das kann dann wie folgt auf der Uhr und in der App Polar Flow aussehen:

Polar schreibt zu den Komponenten des Schlafindex:

Die Sleep Plus Stages Messung basiert auf der Erfassung der Bewegungen deiner nichtdominanten Hand mit einem integrierten 3D-Beschleunigungssensor und der Aufzeichnung deiner Schlag-zu-Schlag-Intervall-Daten mit einem optischen Pulssensor. Dein Schlafindex ist ein Zahlenwert und gibt an, wie viel und wie gut du geschlafen hast. Die Bewertungsskala für den Schlafindex ist 1 bis 100. Ein typischer Schlafindex liegt bei 70 bis 85.

Nightly Recharge Erholungsanalyse
Nightly Recharge ermittelt anhand des autonomen Nervensystems (ANS), der Qualität des Schlafs (Sleep Plus Stages) und der Herzfrequenzvariabilität (HRV) wie gut man sich von Stress und vom Training über Nacht erholt. Nightly Recharge soll anhand dieser Daten anzeigen können, ob wir bereits für eine nächste Trainingseinheit bereit sind oder ob man doch noch einen Tag doch eher ruhig angegangen werden sollte.

Wettervorhersage und Musiksteuerung

Von der Polar Grit X kennen wir bereits die Wettervorhersage. Sie informiert sehr detailliert über die bevorstehenden Wetterbedingungen. Dazu zählt die Temperatur, Regenmenge, Windgeschwindigkeit und Feuchtigkeit. Die Wettervorhersage wird stündlich während ca. 24 Stunden abgebildet. Für die nächsten zwei Tage gibt es jeweils ein dreistündiges Zeitfenster für die Wettervorhersage.

Was sich viele gewünscht haben, ist jetzt endlich mit von der Partie: Die Musiksteuerung. Ab sofort lässt sich über die Smartwatch die Musik vom Smartphone steuern. Die Musiksteuerung kann mit einem Wisch von unten nach oben gestartet werden. Damit lässt es sich leicht zum nächsten Lied wechseln oder gar die Lautstärke anzupassen. Das klappt ganz gut, wenn auch noch etwas träge.

Einen internen Speicherplatz für MP3-Dateien gibt es hingegen nicht. Auch weiterhin muss also zwingend das Smartphone bei den Workouts in Reichweite sein.

Akku: Hält und hält

Der Akku umfasst eine Kapazität von 346 mAh. Laut Polar erreicht man damit eine Akkulaufzeit bis zu 40 Stunden im Trainingsmodus (GPS und Pulsmessung am Handgelenk) oder bis zu sieben Tagen im Uhrmodus mit kontinuierlicher Pulsmessung. Im Test haben sich diese Angaben mehr oder weniger bestätigt.

Mit mehreren Lauftrainings (ca. 6 Stunden verteilt über mehrere Tage) und allen weiteren Funktionen aktiv, erreichte meine Polar Vantage V2 gut vier Tage Laufzeit. Insgesamt ein durchaus guter Wert. Wer noch mehr Laufzeit aus der Uhr herausholen möchte, kann mit Energiesparfunktionen mehr aus dem Akku herausholen. Das geschieht durch Anpassung der GPS-Aufzeichnungsrate.

Polar Grit X: Die Stärken und Schwächen

Stärken

  • hochwertige Verarbeitung, schönes Design
  • starke Akkulaufzeit (bis zu 100 Stunden)
  • akkurates GPS
  • viele Sportarten werden unterstützt
  • Lauf- und Rad-Leistungstest und Bein-Erholungstest
  • umfassende und detaillierte Analysen der Trainings und des Schlafs via App und Web-Portal
  • Bedienung via Tasten und Touchscreen möglich
  • Turn-by-Turn-Navigation via Komoot
  • Musiksteuerung von Smartphone möglich
  • attraktiver Preis im Vergleich zu Mitbewerbern

Schwächen

  • Betriebssystem auf Uhr etwas “altbacken”
  • keine automatische Aktivitätserkennung
  • kein interner Speicher für Musik
  • keine SOS-Funktion

Das Fazit zur Polar Vantage V2

Mit der Vantage V2 ist Polar eine sehr gute Premium-Multisportuhr gelungen, welche obendrauf mit einem vernünftigen Preis überzeugen kann. Das Design überzeugt und das Gewicht fällt erfreulich leicht aus. Die Bedienung gelingt sowohl über das im Vergleich zum Vorgänger deutlich verbesserte Touchscreen, als auch über die fünf Bedientasten am Gehäuse.

Die neuen Leistungstests erachte ich als sinnvolle Neuerung, welche ich so bis jetzt noch bei keinem anderen Hersteller gesehen habe. Sie werden gut angeleitet und können somit auch von einem Laien (wie mir) ohne Probleme ausgeführt werden. Die Leistungstest und auch alle Workouts, werden im Webportal und innerhalb der App Polar Flow abgebildet.

Die Akkulaufzeit ist gut und reicht in der Regel völlig aus. Alternativ lässt sich durch Anpassung der GPS-Aktualisierungsrate nochmals mehr Akku herausholen. Allerdings leidet dann auch die Genauigkeit zum Teilt drastisch, weshalb ich persönlich eher davon abrate – sofern man auf genaue Daten angewiesen ist.

Ja, alles in allem hat Polar mit der Vantage V2 eine sehr gute Multisportuhr auf den Markt gebracht, welche ich gerne empfehle.

Bruno Rivas

Ist schon seit dem T-Mobile G1 (Import) mit Android unterwegs und nach wie vor begeistert davon! Du findest mich auch auf Facebook und Twitter

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